Loper, 2 mg

Produktbeschreibung

Loper, 2 mg , Tabletten

Loperamidhydrochlorid


pdf Gebrauchsinformation für Patienten Loper


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in der Packungsbeilage beschrieben oder von Ihrem Arzt oder Apotheker verordnet an.
- Bewahren Sie diese Broschüre auf, um sie bei Bedarf erneut lesen zu können.
- Wenn Sie Rat oder zusätzliche Informationen benötigen, fragen Sie Ihren Apotheker.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, einschließlich möglicher Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Siehe Punkt 4.
- Falls innerhalb von 2 Tagen keine Besserung eintritt oder Sie sich schlechter fühlen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Inhalt des Beipackzettels
1. Was ist Loper und wofür wird es angewendet?
2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Loper beachten?
3. Wie ist Loper einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Loper aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und andere Informationen

 


1. Was ist Loper und wofür wird es angewendet?

Loper enthält den Wirkstoff Loperamidhydrochlorid.
Loperamidhydrochlorid ist ein orales Arzneimittel gegen Durchfall.
Es reduziert die Darmperistaltik und verlängert den Transit von Nahrung durch den Darm. Außerdem erhöht es den Tonus des Afterschließmuskels und reduziert gleichzeitig das unmittelbare Stuhlbedürfnis (Stuhldrang).

Indikationen
Loper ist indiziert zur symptomatischen Behandlung von akutem und chronischem Durchfall. Bei Patienten mit Ileostoma kann Loper verwendet werden, um die Stuhlanzahl und -volumen zu reduzieren und die Stuhlkonsistenz zu erhöhen.
Loper ist ausschließlich für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren bestimmt.

 

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Loper beachten?

Wann Sie Loper nicht einnehmen sollten:
- wenn Sie allergisch gegen Loperamidhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- bei Kindern unter 6 Jahren.
- als Grundbehandlung: bei akuter Dysenterie, die sich durch Blut im Stuhl und hohes Fieber kennzeichnet; beim akuten Schub einer Colitis ulcerosa; bei bakterieller Entzündung des Dünndarms und Kolons durch pathogene Bakterien der Gattung Salmonella, Shigella und Campylobacter; bei pseudomembranöser Kolitis, die mit der Verabreichung von Breitspektrumantibiotika verbunden ist.
- in Fällen, in denen die Verringerung der Darmmotilität aufgrund eines möglichen Risikos für ernsthafte Komplikationen, einschließlich Darmverschluss, Dickdarmdilatation und toxisches Megakolon, vermieden werden sollte. Die Anwendung von Loper sollte sofort unterbrochen werden, wenn Verstopfung, Blähungen oder Darmverschluss auftreten.

Die Behandlung von Durchfall mit Loper ist nur symptomatisch. In Fällen, in denen eine Bestimmung der Ursache von Durchfall möglich ist, wenn diese gerechtfertigt (oder empfohlen) ist, wird der Arzt eine angemessene Behandlung empfehlen.

 

Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Loper anwenden.

Bei Durchfall, insbesondere bei Kindern, können Dehydratation und übermäßiger Elektrolytverlust auftreten. Daher sollten Sie bei Durchfall mehr Flüssigkeit als üblich zu sich nehmen, um diesen Mangel auszugleichen.
Wenn sich Ihre Symptome nach Einnahme bei akutem Durchfall innerhalb von 48 Stunden nicht bessern, beenden Sie die Einnahme von Loper und wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Bei Patienten mit AIDS, die das Arzneimittel gegen Durchfall anwenden, sollten sofort die Behandlung abbrechen und sich an ihren Arzt wenden, wenn frühe Anzeichen von Blähungen auftreten. Bei mit Loperamidhydrochlorid behandelten Patienten mit AIDS und begleitender infektiöser Kolitis, verursacht sowohl durch Viren als auch Bakterien, wurden vereinzelte Fälle von toxischem Megakolon berichtet.

Dieses Produkt sollte nicht zu anderen Zwecken als angegeben angewendet werden (siehe Abschnitt 1) ​​oder die empfohlene Dosis überschreiten (siehe Abschnitt 3). Bei Einnahme von zu hohen Loperamid-Dosen (dem Wirkstoff von Loper) wurde über schwere Herzfunktionsstörungen (u.a. beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag) berichtet.


Loper und andere Arzneimittel
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem angewendet haben, einschließlich der Arzneimittel, die Sie künftig verwenden werden.

Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker darüber informieren, dass Sie folgendes einnehmen:
- Ritonavir,
- Chinidine,
- orales Desmopressin,
- Itraconazol oder Ketoconazol,
- Gemfibrozil.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, sprechen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Der Arzt sollte die möglichen Risiken der Behandlung mit Loper bei Schwangeren, insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel, gegen den zu erwartenden Nutzen für die Mutter sorgfältig abwägen.
den erwarteten Nutzen für die Mutter in Bezug auf die potenziellen Risiken der Loper-Anwendung bei Schwangeren, insbesondere im ersten Trimester, sorgfältig abwägen.
Loper wird während der Stillzeit nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Im Verlauf von Loperamid-behandeltem Durchfall kann Müdigkeit, Schwindel oder Schläfrigkeit auftreten. Daher ist beim Fahren oder Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Loper enthält Laktose
Wenn bei Ihnen bereits eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern festgestellt wurde, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

 


3. Wie ist Loper einzunehmen?

Dieses Arzneimittel sollte immer genau nach Anweisung in dieser Packungsbeilage, oder wie vom Arzt oder Apotheker verschrieben, eingenommen werden. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Falls innerhalb von 48 Stunden nach der Einnahme von Loper keine Besserung eintritt oder Sie sich schlechter fühlen und/oder neue Symptome auftreten (z.B. Fieber), wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.


Dosierung
Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren

Akuter Durchfall: Erstdosis - 2 Tabletten (4 mg) bei Erwachsenen und 1 Tablette (2 mg) bei Kindern, danach 1 Tablette (2 mg) nach jedem ungeformten Stuhl.
Chronischer Durchfall: Erstdosis - 2 Tabletten (4 mg) pro Tag bei Erwachsenen und 1 Tablette (2 mg) pro Tag bei Kindern; diese Anfangsdosis sollte angepasst werden, bis 1 bis 2 normale Stuhlgänge täglich erreicht werden. Dies wird normalerweise mit einer Erhaltungsdosis von 1 bis 6 Tabletten (2 bis 12 mg) pro Tag erreicht.
Die maximale Dosis bei akutem und chronischem Durchfall - 8 Tabletten (16 mg) pro Tag bei Erwachsenen und Kindern.
Bei Kindern muss die Dosis des Arzneimittels an das Körpergewicht angepasst werden (3 Tabletten/20 kg KG/Tag) - jedoch nicht mehr als 8 Tabletten (16 mg) pro Tag.
Verwenden Sie nicht mehr als die empfohlene maximale Dosis.
Anwendung von Loper bei Leber- und/oder Nierenfunktionsstörung
Bei Leberfunktionsstörung sollte das Arzneimittel mit Vorsicht angewendet und beobachtet werden, ob Anzeichen einer toxischer Wirkung auf das Zentralnervensystem auftreten (wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Ohnmacht, Stumpfheit, eingeschränktes Bewusstsein, erhöhte Muskelspannung, Koordinationsstörung).

Bei Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Anwendung von Loper bei Kindern
Verwenden Sie Loper nicht bei Kindern unter 6 Jahren.
Verwendung des Arzneimittels bei Kindern über 6 Jahren, siehe Abschnitt 3.

Anwendung von Loper bei Menschen im fortgeschrittenen Alter
Bei Menschen im fortgeschrittenen Alter ist einer Dosisanpassung nicht erforderlich.

Wenn Sie eine größere Menge Loper eingenommen haben, als Sie sollten:
Falls Sie mehr als die empfohlene Dosis eingenommen haben, sollten Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Apotheker wenden.

Symptome
Im Falle einer Überdosierung können auftreten: Stupor, Störung der Bewegungskoordination, Schläfrigkeit, Miosis, erhöhte Muskelspannung, Atemdepression (d.h. verflachte und verlangsame Atmung), Harnverhaltung und Darmverschluss (äußert sich durch Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung). Kinder können empfindlicher als Erwachsene auf eine toxischer Wirkung auf das Zentralnervensystem reagieren.


Falls Sie eine große Menge Loper eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder an Ihr Krankenhaus. Folgende Symptome können auftreten: beschleunigter Herzschlag, unregelmäßiger Herzschlag, veränderter Herzschlag (diese Symptome können schwere, lebensbedrohliche Folgen haben), Muskelsteifheit, unkoordinierte Bewegungen, Schläfrigkeit, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und flache Atmung.

Kinder reagieren auf große Mengen Loper empfindlicher als Erwachsene. Wenn Ihr Kind eine zu hohe Dosis eingenommen hat oder eines der genannten Symptome auftritt, sollten Sie sich sofort an Ihren Arzt wenden.

Behandlung
Wenn Symptome einer Überdosierung auftreten kann der Arzt als Gegenmittel Naloxon verabreichen. Da die Wirkungsdauer von Loperamid länger als die von Naloxon ist (1 bis 3 Stunden), kann empfohlen werden, die Verabreichung von Naloxon zu wiederholen. Daher sollte der Patient sorgfältig mindestens 48 Stunden beobachtet